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TZ – Bärenpokal Achtelfinale:

Roland Belgern II – ESV Delitzsch II        2:3 (2:0)

Haarscharf schrammte die zweite Mannschaft des ESV Delitzsch in Belgern an einer faustdicken Blamage vorbei. Nachdem die zwei Klassen höher spielenden Gäste in der 16. und 25. Minute in zwei klassische Konter liefen, die Philip Seidel eiskalt vollendete, stürmten sie zwar nahezu ununterbrochen, doch Tore wollten zunächst nicht fallen. Erst in der 62. Minute gelang Alexander Bernhardt der Anschlusstreffer. Weitere zum Teil hochkarätige Chancen blieben bis fünf Minuten vor Schluss ungenutzt. Dann traf Ramon Kaselowsky endlich zum Ausgleich und alles stellte sich schon auf eine Verlängerung ein. Doch in der letzten Minute der Nachspielzeit schlug die große Stunde für Altmeister Ralph Zahn. Als dem 50-jährigen Verteidiger der Ball vor die Füße fiel, hob er ihn über Freund und Feind hinweg ins entlegene Eck. Zahni als Torjäger und Matchwinner – wann hat es das zum letzten Mal gegeben? Welch ein verrücktes Spiel mit welch einem verrückten Ende!

LSV Mörtitz – Concordia Schenkenberg                             0:8 (0:7)

Der Respekt war nicht gering, mit dem der Ur-Krostitzer-Nordsachsenligist Concordia Schenkenberg zum Talk-Point-Kreisliga-Spitzenteam LSV Mörtitz reiste. „Sehr gern würden wir mal in ein Finale kommen, entsprechend konzentriert müssen wir beim vermeintlichen Außenseiter spielen“, gab Trainer Sven Roos die Marschroute aus. Dass es für seine Mannen aber so sensationell gut laufen würde, konnte auch er nicht ahnen. Vor allem Stefan Jentzsch und Andreas Pruchnik hatten einen traumhaften Tag erwischt. Innerhalb von 17 Minuten von der 11. bis zur 28. Minute schossen beide je drei Tore. Danny Hauschild legte eine Minute nach dem 6:0 noch den siebenten Treffer der nach. Niemand im Schenkenberger Team konnte sich erinnern, dass es jemals bei den Concorden solch eine sagenhafte Chancenverwertung gab. Die Mörtitzer dagegen gingen noch nie so unter. So viele Abwehrfehler in einer halben Stunde hatte in Mörtitz auch noch niemand gesehen. Es gibt eben Tage, an denen man besser nicht aufgestanden wäre. Nun gut, Mund abputzen und weiter geht es nächste Woche in der Meisterschaft, in der die Mörtitzer sehr gut im Rennen liegen. Dass Tony Merke das einzige Tor in der 2. Halbzeit zum Endstand erzielte, hatte übrigens nur noch statistischen Wert in einer Partie, die nach einer halben Stunde getrost hätte abgepfiffen werden können.

SV Spröda – SV Strelln/Schöna                1:2 (1:1)

Die beiden Kreisliga – Spitzenmannschaften lieferten sich den erwartet ausgeglichenen Schlagabtausch. Von Beginn an versteckten sich beide nicht und hatten in der Anfangsviertelstunde gute Chancen einschließlich je einem Pfostentreffer zur Führung.  In der 20. Minute war es schließlich Patrick Serber, der aus spitzem Winkel das erste Gästetor erzielte. Doch nur fünf Minuten später ließ Oleksandr Tynchenko Abwehrspieler und Torwart technisch gekonnt aussteigen und schob zum Ausgleich ein. Nach der Pause kamen zunächst die Strellner besser ins Spiel und gingen folgerichtig durch Sirko Werner in der 55. Minute aus Nahdistanz erneut in Führung. Nun erwachten die Sprödaer und zogen ein Powerplay auf. Durchdachte Spielzüge aber blieben selten. Zweimal hatte Simon Krause den Ausgleich auf dem Fuß, konnte jedoch seine Großchancen nicht verwerten. Da die Strellner ihre Kontergelegenheiten ebenfalls nicht nutzen konnten, blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Die Verlängerung aber konnte die in der 2. Halbzeit stabilere Gästeabwehr verhindern, so dass die Strellner das Spielfeld nach einem ausgeglichenen Spiel als die glücklichere Mannschaft verlassen konnten.

FV Bad Düben – FSV Krostitz II                0:1 (0:1)

Die zwei Klassen höher spielenden Gäste taten sich in der Kurstadt überraschend schwer und hatten ihr Weiterkommen am Ende Mario Göbel zu verdanken, der kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Foulelfmeter verwandelte und damit das Goldene Tor des Tages schoss. In dem typischen Pokalkampf gab es wenig Höhepunkte. Beiden Teams fiel wenig ein, um die guten Abwehrreihen in Verlegenheit zu bringen. So lebte die Partie bis zuletzt von seiner Spannung. Am Ende reichte den kaum überzeugenden Ur-Krostitzer-Nordsachsenligisten ein einziger Treffer für den Einzug ins Viertelfinale.

SV Laußig – FSV Glesien                            2:1 (1:0)

Talk-Point-Kreisligist SV Laußig bleibt eine Pokalmannschaft. Nach dem Halbfinaleinzug vor zwei Jahren und dem Finale in der vergangenen Saison ziehen die Laußiger gegen die höherklassigen Glesiener erneut ins Viertelfinale ein. Wieder einmal zeigten sich die Laußiger gegen einen Ur-Krostitzer-Nordsachsenligisten hellwach und kontrollierten das Geschehen. Der Mann des Tages hieß Christian Völz. Mit seinen zwei Toren in der 36. und 68. Minute brachte er sein Team nicht nur auf die Siegerstraße, sondern als Mittelfeldmotor lenkte er auch geschickt das Spiel. Den Gäste dagegen fiel nicht allzu viel ein, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Als Dennis Poppe in der 84. Minute fast aus dem Nichts heraus der Anschlusstreffer gelang, mussten die Gastgeber zwar nochmal zittern. Doch ein zweites Mal ließ sich die Laußiger Abwehr nicht überwinden.

SV Mügeln/Ablaß – Frisch Auf Doberschütz/Mockrehna             2:9 (1:4)

Der zweimalige Pokalsieger der letzten beiden Jahre ließ auch in seinem Achtelfinalspiel in Mügeln keine Zweifel daran aufkommen, dass das Saisonziel Titel-Hattrick heißt. „Vielleicht hätten wir den Cupverteidiger mit dem 1:0 in der 12. Minute durch Paul Erdmann nicht wecken sollen“, scherzte Mügelns Trainer Alexander Herzig nach der einseitigen Partie. Danach jedenfalls zog vor allem das Doberschützer Stürmerduo Florian Walther und Rocky Wedehase ein wahres Feuerwerk ab. Nach zwei Treffern von Wedehase und einem von Walther sowie einem weiteren Tor durch Pascal Knorr war die Begegnung mit dem 1:4 zur Halbzeit praktisch schon entschieden. Doch die Gäste ließen auch im zweiten Spielabschnitt nicht locker und erhöhten durch noch zweimal Wedehase und dreimal Walther nach Belieben. Da spielte es gar keine Rolle mehr, dass Toni Loose noch ein Tor für die Mügelner erzielte.

FSV Oschatz – SV Süptitz             1:5 (1:4)

Problemloszog der Landesklasse – Absteiger SV Süptitz ins Pokalviertelfinale ein. Konnten die deutlich unterlegenen Oschatzer das 0:1 durch Rico Drabon aus der 10. Minute vier Minuten später durch Sirko Zoike noch ausgleichen, so nahm das Schicksal nach den beiden Toren von Steffen Wiesner in der 22. Minute und Steffen Vogel nach einer halben Stunden seinen Lauf. Spätestens mit dem 1:4 durch erneut Rico Drabon kurz vor dem Halbzeitpfiff war „der Drops gelutscht“. In einer 2. Halbzeit mit Freundschaftsspielcharakter stellte Marcel Schulze in der 62. Minute den Endstand her.

FSV Wermsdorf – FC Elbaue Torgau       1:4 (1:1)

In Wermsdorf hatte der Tabellenführer der Ur-Krostitzer-Nordsachsenliga und Topfavorit auf den Pokalsieg FC Elbaue Torgau mehr Mühe als es das Ergebnis aussagt. Schon in der 4. Minute brachte der Andy Röper den Außenseiter in Führung. Bis zur Pause gelang den nun stürmischen Gästen nur der Ausgleich durch Patrick Hidalgo. Zu allem Überfluss dezimierten sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte auch noch kurz vor der Halbzeitpause selbst. Dennoch schoss sie Alexander Pusch in der 53. Minute auf die Siegerstraße. Marcel Dehnert sorgte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff für das beruhigende 1:3. Ein Anschlusstor war den tapfer kämpfenden Gastgebern nicht vergönnt. Sekunden vor Schluss machte Roy Lischke mit dem vierten Torgauer Treffer den Viertelfinaleinzug seines Teams endgültig perfekt.