Trauer um Herbert Schönherr

 

Der Nordsächsische Fußballverband trauert um seinen ehemaligen Schiedsrichter und Schiedsrichterlehrer Herbert Schönherr, der am Sonntag im Alter von 89 Jahren einem Herzinfarkt erlag. Bis zum letzten Tag war er seinen Schiedsrichtern auf das Engste verbunden.

Noch am Freitag freute er sich sehr, als ihm alle Unterlagen für die neue Saison übergeben wurden. Akribisch studierte er stets Regeländerungen oder Ausführungen in der DFB – Schiedsrichterzeitung. Kein wichtiges Spiel entging ihm im Fernsehen, kein Bericht in der Zeitung.

 

Nachdem der Delitzscher in seiner Jugend dem Handball frönte, entschied er sich nach seiner aktiven Karriere Fußball – Schiedsrichter zu werden. Schnell gehörte er zu den Besten im gesamten Bezirk Leipzig. Bis zur Altersgrenze in der Bezirksliga von 50 Jahren war er als Referee bei Wind und Wetter unterwegs.

 

Noch größere Anerkennung erwarb sich Herbert Schönherr dann als Schiedsrichterlehrer. Als Leiter von Schiedsrichterlehrgängen an den Sportschulen des DTSB, die vor der Wende über eine ganze Woche gingen, oder bei der Neuausbildung von Unparteiischen im Kreisverband wurde er zur Legende. Niemand beherrschte die Fußballregeln besser als er und keiner verstand es so gut, sie gepaart mit Witz und Humor zu vermitteln. Noch heute profitieren zahlreiche Unparteiische von der exzellenten Ausbildung und erinnern sich mit großer Freude an die schönen Stunden.

 

Seine zweite Leidenschaft bis ins hohe Alter galt dem Skatspiel. Bei den Turnieren in der Volkssolidarität gehörte er Woche für Woche zu den Favoriten auf den Sieg. Beim den alljährlichen „Skatmeisterschaften der Schiedsrichter“ holte er mehrfach den Titel.  

 

Alle Sportfreundinnen und Sportfreunde, die ihn kannten, werden Herbert Schönherr in bester Erinnerung behalten und ihm in Ehren gedenken.

 

Heiko Wittig

Präsident des Nordsächsischen Fußballverbandes 

Fair-Play-Liga

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