TZ Bärenpokal

Überraschung perfekt – LSV Mörtitz im Finale

LSV Mörtitz – SV Concordia Schenkenberg 2:1 (1:1)

Das Spiel entwickelte sich, wie es viele erwartet hatten. Der Gast aus Schenkenberg begann furios und nach zwei Minuten hatte Charlie Reichel zur Führung eingenetzt. Der junge Reichel behielt bei einem Durcheinander vor dem Mörtitzer Kasten die Übersicht  und staubte ab. Torwart Sebastian Fischer bekam den Ball erst hinter der Linie zu fassen. Diesen Schlag musste der Gastgeber erst einmal verdauen und so war es nicht verwunderlich, dass die Gäste wesentlich mehr Ballbesitz verzeichneten, doch klare Chancen zum Ausbau der Führung waren nicht zu verzeichnen. nach 30 Minuten ein Black out in der Schenkenberger Abwehr. Torwart Marcus Henning hatte den Ball sicher gefangen  und wollte ihn schnell wieder ins Spiel bringen. Dabei übersah er einen Mörtitzer Spieler, den er den Ball servierte und Maximilian Nebel bedankte sich mit dem Ausgleich. Nun waren die Concorden geschockt, denn dieser Ausgleich motivierte den LSV und seinen Anhang. Fast alle der 200 Mörtitzer Anhänger witterten Morgenluft und erinnerten sich, dass ihre Jungs mit dem FSV Blau-Weiß Wermsdorf, SV Mügeln-Ablaß und dem designierten Aufsteiger ESV Delitzsch bereits drei Teams aus dem oberen Tabellenfeld der Ur-Krostitzer Nordsachsenliga im diesjährigen Pokalwettbewerb eliminiert hatten. Bis zum Seitenwechsel passierte nicht mehr viel, aber zumindest waren die Gastgeber jetzt gleichwertig und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es kaum Aufregung in beiden Strafräumen. Bei beiden Teams erfolgten die ersten Spielerwechsel, denn das sommerliche Wetter erforderte Kraft. Beim Gastgeber war Oldie Michael Schrader kaum auf dem Platz, schon tankte er sich in seiner bekannten Art bis zur Grundlinie durch und der heranstürmende Marcus Wend erzielte den Führungstreffer. Nun lagen die Concorden zum dritten Mal  in Folge in einem Halbfinalspiel mit 1:2 zurück. Wer dachte, jetzt geht ein Ruck durch die Reihen des Nordsachsenligisten, sah sich enttäuscht. Man hatte zwar in den letzten dreißig Minuten wieder wesentlich mehr Spielanteile, doch man blieb ohne Ideen, die Stürmer bekamen selten verwertbare Anspiele. Die Mörtitzer Oldies im Zentrum der Abwehr, Silvio Berger und Falko Thuß, gerieten so nie in Bedrängnis. Mit gutem Stellungsspiel liefen sie die Bälle ab und hatten immer noch genügend  Zeit das eigene Spiel aufzubauen. Über 90 Minuten waren die Gäste zwar spielerisch im Vorteil, doch eine klare Torchance konnten sie sich  nicht erspielen. Für ein Pokal-Halbfinale war das zu wenig, zumal in Mörtitz zu keiner Zeit ersichtlich wurde, dass ein Spiel im Pokal mehr Einsatz ermöglicht. Zwar gab es sechs  Verwarnungen , aber keine wegen  Foulspiel. Für den Finalisten Mörtitz gilt zum Finale in Torgau nur die Devise: Verstecken ist nicht nötig. Wer vier höher klassige Teams aus dem Pokal wirft (auch wenn man immer Heimvorteil auf Grund der unteren Spielklasse hatte), reist mit viel Selbstvertrauen zum Finale. Nach den SV Laußig 51 und dem FSV Krostitz II erreicht nun der LSV Mörtitz ebenfalls als Kreisligist das Finale am Mittwochabend  vor dem Männertag im Torgauer Hafenstadion.

Mörtitz : Fischer, M.Wend, N.Wend (Ritter), Fichtner (Ruhnow), Berger, Nebel, Hantschmann, Rohrbach (Schrader), Hartsch, Jonack, Thuß

Schenkenberg : Henning, Schönberg, Krohn (Schönbrodt), Schulze, Reichel , Perkuhn, Münnich (Posdzich), Werner (Roos), Huth, Rinaldoni, Pohl,

Fair-Play-Liga

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